Der Gemeinderat lehnt Petition zur Verkehrssicherheit ab

Die Peti­tion der EVP Fru­ti­gen und der SP Fru­tig­land zur Ver­kehrs­si­cher­heit im Dorf, die von 572 Fru­ti­ger Bür­ge­rin­nen und Bür­gern unter­zeich­net wurde, wird nun nicht umge­setzt. Der Gemein­de­rat von Fru­ti­gen hält an sei­nem frü­he­ren Beschluss fest, beim Kan­ton Bern kei­nen Antrag um Her­ab­set­zung der Höchst­ge­schwin­dig­keit auf 30 km/h zu stel­len.

Gemäss Medi­en­bul­le­tin des Gemein­de­rats vom 3. Sep­tem­ber 2021 basiert die­ser ableh­nende Ent­scheid auf der Grund­lage einer unver­bind­li­chen Umfrage bei der stimm­be­rech­ti­gen Bevöl­ke­rung und nach einer noch­ma­li­gen Kon­sul­ta­tion der Kom­mis­sion Tief­bau, Ver­kehr und Was­ser­bau. die EVP Fru­ti­gen und die SP Fru­tig­land (Initi­an­ten der Peti­tion) wur­den inner­halb der von der Gemein­de­ord­nung vor­ge­ge­be­nen Frist von 6 Mona­ten über das Ergeb­nis infor­miert.

Kla­res Ergeb­nis der Umfrage

Von den ins­ge­samt 5'168 ver­schick­ten Fra­ge­bo­gen kamen gemäss Medi­en­bul­le­tin 3'355 (64.9%) zurück. 59.82% (2'007 Stim­men) der gül­ti­gen Rück­mel­dun­gen möch­ten eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 50 km/h bei­be­hal­ten, 40.18% (1'348 Stim­men) spra­chen sich für eine Beschrän­kung auf 30 km/h aus (901 auf dem Abschnitt Widi­brü­cke – Markt­platz und 447 auf dem Abschnitt Wand­fluh Eisen­hand­lung – Markt­platz).

Die EVP Fru­ti­gen kann den Ent­scheid und das Vor­ge­hen des Gemein­de­rats zwar nach­voll­zie­hen, ist aber den­noch ent­täuscht, dass die Anlie­gen der Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und Ver­kehrs­teil­neh­mer mit beson­de­rem Schutz­be­darf (Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen, Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Eltern mit Kin­der­wa­gen, ältere Men­schen oder Per­so­nen des Lang­sam­ver­kehrs) keine stär­kere Beach­tung fin­den. Die EVP Fru­ti­gen wird sich aber wei­ter­hin für Men­schen ein­set­zen, die von der Gesell­schaft oft nicht genü­gend geach­tet und geschützt wer­den. Auch die Ver­kehrs­si­cher­heit und ein attrak­ti­ver Dorf­kern für alle Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und Ver­kehrs­teil­neh­mer blei­ben wich­tige Anlie­gen der Orts­par­tei.